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[Test] TrackMania 2: Valley

16.07.2013 - 13:00
Der geistige Nachfolger zu Stunts 4D geht in die nächste Runde. Können Strecken-Editor und abgedrehte Kurse wieder überzeugen?

Wie hätten Sie denn gerne ihr Spiel? Einmal komplett oder häppchenweise? Und nein, das hier soll kein zynischer Abgesang auf DLC werden. Ich mag DLC! Vielmehr geht es um die Frage, was man von einem „Episoden-Konzept“ hält. Valve zeigte vor vielen Jahren Pioniergeist und zugleich, wie man es nicht macht: Viel zu lange ließen die Episoden I und II für Half-Life 2 auf sich warten, Episode III erschien nie. Deutlich erfolgreicher war die Telltale-Produktion The Walking Dead. Und auch das französische Studio Nadeo hat sich mit seinem TrackMania 2 in Episoden-Gefielde gewagt. Erfolgreich oder nicht, dass ist jetzt die Frage. TrackMania 2: Canyon bot nur ein Setting, ein Fahrzeug und wenige Spielmodi. Dafür aber einen mächtigen Editor und viele Möglichkeiten für die Community, eigenen Content beizusteuern. Kurz nach TrackMania 2: Stadium folgt nun TrackMania 2: Valley, das dritte „Häppchen“, mit dem TrackMania 2 mittlerweile (fast) den Preis und Umfang eines Vollpreisspiels angenommen hat. TrackMania 2: Valley kann allerdings auch gespielt werden, ohne dass man Canyon erworben hat und kostet dann 20 Euro.

 

Bilder: Jeuxvideo.com

 

Sehr viel hat sich in den knapp zwei Jahren seit Veröffentlichung von Canyon nicht getan. Die wichtigste Neuerung des Spiels ist wohl sein „Valley“-Setting. Statt Wüsten- und Gebirgsgegenden rast man nun durch grüne Täler und Wälder. Windräder, Dörfer und große Stromtrassen sorgen für optische Abwechslung. TrackMania 2: Valley baut auf dem exakt gleichen Konzept wie die Vorgänger auf: Das Spiel bietet einen Solo- und einen Mehrspieler-Modus. Alleine kämpft man auf unterschiedlichen Kursen gegen die Zeit und KI-Geister. Online rast man ebenso gegen die Zeit, aber mit zahlreichen Mitspieler-Geistern auf der Strecke. Das bedeutet, dass Rangeleien mit anderen Spielern flach fallen, hier geht es nur darum, wer die schnellste Zeit hinlegt. Es gibt keine lizenzierten Fahrzeuge, sondern nur ein fiktives Standard-Modell, dass man nach Herzenslust lackieren kann. Weitere Fahrzeuge, Herausforderungen und Strecken lassen sich wie gehabt kostenlos herunterladen – erstellt von der Community. Diese nutzt den mächtigen Strecken-Editor, der in diesem Genre noch immer seinesgleichen sucht. Es ist wirklich nicht schwer und zeitaufwendig, einen interessanten Kurs zu erschaffen. Dabei vermisst man allerdings nach einer Weile frische Objekte und Streckenteile. Ähnlich wie bei Canyon hat man sich auch am Valley-Setting schnell satt gesehen. Warum haben die Entwickler nach all der Zeit nicht mehrere neue Setting ins Spiel eingefügt, oder zumindest eine höhere Anzahl an Deko-Objekten für den Streckenrand?

 

 

„TrackManiacs“ wird das freilich nicht stören. Sie lieben das schnelle, unkomplizierte Gameplay mit den teils absurden Stunt-Kursen inklusive Mega-Rampen und Loopings. TrackMania 2 ist kein Rennspiel im klassischen Sinne: Die Fahrphysik ist arcadig und simpel gehalten, doch es geht fast nie darum, den richtigen Bremspunkt vor einer Kurve zu finden. Wichtiger ist das Einlenken im rechten Augenblick, hier und da mal das Gaspedal zu lupfen und meterweite Sprünge sauber abzuschließen. Eine der wenigen spielerischen Neuerungen betrifft die Offroad-Passagen. Hier kann man über unbefestigte Waldstrecken heizen. Das Fahrverhalten auf den Schotterpisten ist aber gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig.

 

 

Technisch gesehen ist TrackMania 2 noch immer eine runde Sache. Das Spiel ist nicht allzu Hardwarehungrig, sieht aber sehr schick aus. Knackige Texturen und tolle Beleuchtungseffekte machen klar, dass man es mit einem Titel zu tun hat, der die Kraft des Rechenknechts zu nutzen weiß. Allerdings: Ganz so sehr wie noch vor eins, zwei Jahren weiß TrackMania 2 nicht mehr zu beeindrucken. Auffällig sind etwa unschöne Pop-Ups am Streckenrand. Musikalisch bekommt man immer wieder den gleichen Track vorgesetzt. Es wird dem Spieler regelrecht nahegelegt, seinen eigenen Custom-Soundtrack zu verwenden. Da hätten sich die Macher ruhig mehr Mühe machen können.

 

 

Fazit:
TrackMania 2: Valley teilt die Stärken und Schwächen seiner Vorläufer. Im Prinzip ist der Umfang zu knapp bemessen: Nur ein Szenario, nur ein Fahrzeug und wenige Spielmodi – da wäre sicher mehr drin gewesen. Die Solo-Kampagne ist noch immer dröge präsentiert, wobei die Medaillen-Hatz durchaus ihren Reiz hat. Die große Stärke des Spiels ist und bleibt der hervorragende Strecken-Editor, das rasante Gameplay und die gelungene technische Präsentation. Für günstige 20 Euro kann man also nicht viel falsch machen. Dennoch: Das Episoden-Konzept ist nicht ganz aufgegangen. Für die Zukunft, also ein TrackMania 3, wünsche ich mir ein Vollpreisspiel mit komplettem Umfang.

 

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Rennspiel
Story:
0.0
+
-
-
-
Grafik
9.0
+
Schöne Beleuchtungseffekte, knackige Texturen
-
Pop-Ups sichtbar
PC
Steuerung
8.5
+
Rasantes Gameplay mit typischem TrackMania-Feeling
-
Offroad-Passagen spielen sich etwas schwammig
Sound
5.5
+
Kraftvolle Motoren-Sounds
-
Die langweilige Musik wiederholt sich ständig
Fakten
Mächtiger Strecken-Editor, solider Arcade-Spaß. Trackmania 2: Valley macht Laune, bringt die Serie aber nicht weiter.
07/2013
| Bewertung:
 
7.5
Kommentare
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TrackMania 2: Valley
Publisher: Ubisoft
Nadeo Software
04.07.2013
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