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Die Böse Woche #2: Die Bösen Entwickler

22.11.2011 - 19:00
Sie geht weiter. Die böse Woche. Wir lästern über die Branche. Auf gar bitterböse Art. Heute trifft es die bösen Entwickler!

Im gestrigen Gedankenspiel haben wir uns über die traurige Welt der Spiele ausgelassen. Im Mittelpunkt standen die Publisher. Publisher wie Codemasters, Ubisoft, Activision und Electronic Arts. Jene Unternehmen, die uns das Geld aus den Taschen ziehen, die in ihrer Gier nicht nur die Spieler malträtieren, sondern auch die Entwickler unterdrücken. Doch ist das die ganze Wahrheit? Sind am Ende nicht vielleicht die Entwicklerstudios mit Schuld? Sind am Ende gar sie die Bösen?

Wie wäre es denn in der idealen Welt? Was wäre, wenn die Entwickler nicht so selbstsüchtig wären, wenn sie endlich anfangen würden, Spiele für Spieler zu entwickeln und nicht so krude Vorstellungen vom vermeintlich perfekten Spiel hätten? Die Welt der Spieler wäre natürlich ein deutlich besserer Ort.

Es würde endlich nicht mehr zu ewig langen Verschiebungen kommen, denn die Studios würden endlich mal anfangen, richtig zu arbeiten und nicht den ganzen Tag die Leute zocken zu lassen. Die Zeit, die die Entwickler jeden Tag mit dem Zocken verschwenden, die könnte nämlich viel effektiver genutzt werden. Zum Beispiel mit Programmierstunden. Wenn die Leute nämlich endlich mal ihre Arbeit machen würden, würden sie nicht jeden Meilenstein im Projektplan verpassen. Zeit haben sie ja schließlich genug. Meist mehr als ein Jahr oder so, da lässt sich so ein Spiel ja auch fertigstellen, wenn man sich nur nicht die ganze Zeit ablenken lassen täte.

Die Studios würden auch endlich nicht mehr etliche Millionen verschwenden. Wäre auch bitter nötig, denn was die an Geld verbraten, ist ja nicht mehr normal. Hier eine Million, da gleich zwei. Doch wofür? Für nicht vorhandene Innovation. All die ach so neuen Features hat man ja bereits hunderte Male gesehen. Und dann reden sie immer von all den Neuheiten, als wären die wirklich so besonders und so schwer zu realisieren. Wo doch jeder weiß, dass jedes halbwegs fähige Team das locker auf die Reihe bekommt. Auch ohne damit zu prahlen, ohne Selbstverherrlichung zu betreiben.

In der idealen Spielewelt würden sie auch mal vernünftige Arbeit leisten und nicht immer wieder so üble Fehler in den Spielen belassen. Denen ist es ja egal, wie gut oder schlecht ihr Spiel tatsächlich spielbar ist. Die haben ihr Geld ja schon bekommen. Aber Fehler nachträglich beseitigen? Pah. Das machen sie nur ungern, ist ja ein Mehraufwand. Und wenn wir Spieler das Zeug schon gekauft haben, kann es ja auch egal sein.

In dieser gedanklich tollen Vorstellung würden so Kerle wie Peter Molyneux auch nicht immer Dinge ankündigen, die am Ende dann gar nicht mehr im Spiel zu finden sind. Das ist ja allgemein so ein Problem. Da kündigen die ein Spiel an und am Ende kommt nicht das raus, was versprochen oder von den Spielern erwartet wurde. Da würden auch endlich nicht mehr Bilder oder Videos nachbearbeitet werden, nur damit diese Kerle verbergen können, dass sie am Ende vielleicht gar nicht so toll sind, wie sie immer behauptet haben. Da könnte man dann immerhin genau auf das Spiel warten, was wirklich in Entwicklung ist. Und nicht das, was wir da immer erzählt bekommen, was es am Ende aber nicht ist!

Wenn die Entwickler nicht so abgründig wären, würden sie auch nicht immer die Publisher hinters Licht führen. Sie würden offen und ehrlich mit ihnen umgehen, auf das Feedback der Qualitätssicherung hören und endlich mal einen Gang zulegen. Das faule Pack würde endlich mal das tun, wofür es auch bezahlt wird.

Es wäre das Ende all der Ikonen, dieser Pseudostars, die meinen, dass alle Fortschritte nur wegen ihnen und nur durch sie entstanden seien. Kein Chris Taylor mehr, kein Molyneux, kein Carmack, kein Ken Rolston. Endlich würde das Team im Mittelpunkt stehen und nicht irgendwelche Witzfiguren, die ja so oder so gar keine Ahnung haben. Die einfach nur immer ins Rampenlicht gestellt werden, obwohl sie ja rein gar nichts draufhaben, nicht wahr? Ach, wäre das schön, wenn die bösen Entwickler sich mal auf ihre Aufgaben besinnen würden. Und wenn sie mal auf das Feedback und die Wünsche der Spieler hören würden. Dann hätten sie nämlich auch das Geld der Publisher verdient und würden es nicht nur unnütz für Partys und neue Spielkonsolen ausgeben.

Doch leider gibt es diese Welt nicht. Die Entwickler werden immer arrogant und eingebildet bleiben. Unser hart verdientes Geld verschwenden. Publisher hinters Licht führen. Und mit Ideenlosigkeit den Markt überschwemmen. Innovationen anpreisen, die keine Innovationen sind. Portierungen auf andere Systeme weiterhin so lieblos zusammenschustern,vermeintliche Stars gen Himmel loben. Und sich dabei dumm und dämlich verdienen. Ach, wäre es doch nur anders. - Michael Hoss

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Kommentare
K4ZUY4
Main90 wrote:
Das ganze lässt sich in einem Wort zusammenfassen.



Geld

Vorrsicht Vakuum im Tiefflug ;D
23.11.2011 - 11:48
Main90
Das ganze lässt sich in einem Wort zusammenfassen.



Geld
22.11.2011 - 23:21
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