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[Test] - The Legend of Zelda: The Wind Waker HD

25.09.2013 - 13:01
The Wind Waker ist zurück! In wunderschönem HD und mit neuen Features, die es nicht zuletzt dem Wii U Gamepad zu verdanken hat! Ob sich die Neuauflage lohnt, soll der Test klären!

Der Gamecube. Nintendos damalige Antwort auf die PS2 und die Xbox, unterpräsentiert und dennoch mit einigen Toptiteln bestückt, erhielt der lila Würfel nie die Aufmerksamkeit, die er verdiente. Dies hielt Nintendo jedoch nicht davon ab, auch auf diesem Gerät ein neue Iteration ihrer Zelda-Reihe zu platzieren.

Die Aufschreie waren laut, als das erste Mal der cartoonige Look des Titels in Augenschein genommen werden konnte. Zu kindlich, zu verspielt, hieß es. Nur selten wurden so viele Kritiker auf einen Schlag eines besseren belehrt.

Und nun, stolze 10 Jahre nach der Erstveröffentlichung und ganze zwei Nintendo-Generationen später kehrt The Legend of Zelda: The Wind Waker zurück, in einer generalüberholten, wunderschönen HD-Fassung. Wir haben die Einzelheiten!

Doch bevor das Spiel losgeht, wird zunächst eine Geschichte aus altvorderer Zeit erzählt. Ein Held im grünen Gewand kämpfte gegen eine boshafte Kreatur, genannt Ganondorf, die drohte, ganz Hyrule zu unterjochen und in die ewige Verdammnis zu schicken. Doch der Held triumphierte und besiegte Ganondorf.

Doch nicht für ewig. Das bösartige Wesen kehrte zurück und griff die Welt erneut an. Doch die Gebete blieben unerhört, der Held kehrte nicht zurück, um erneut gegen das Monstrum zu kämpfen. Bis jetzt weiß niemand, was mit der Welt von damals geschah.

Doch von alledem ahnt der kleine Link unserer Geschichte zunächst nichts. Wenn die Jungs auf seiner Heimatinsel Präludien ein gewisses Alter erreicht haben, wird ihnen zur Feier des Tages ein grünes Gewand, wie eben jenes des legendären Helden, überreicht, welches sie bis zur feierlichen Zeremonie anbehalten müssen.

Doch ehe diese Zeremonie beginnen kann, gerät der Link bereits in sein erstes Abenteuer. Tetra, ihres Zeichens eine Piratenkapitänin, wurde von einem übergroßen Vogelmonster auf der Insel fallengelassen, Link eilt zur Rettung. Kurz darauf kehrt der Vogel zurück und schnappt sich jedoch diesmal Links Schwester und fliegt mit ihr davon.

Die Piraten willigen ein, ihn zur verwunschenen Bastion zu bringen, der Inselfestung, auf der seine Schwester festgehalten wird. Doch nach einer gescheiterten Rettungsmission landet Link wieder weit entfernt von der Bastion auf dem Inselstädtchen Port Monee. Hier trifft er auf den roten Leuenkönig, der ihn auf hoher See gerettet hatte, nachdem er aus der verwunschenen Bastion geworfen wurde.

Der rote Leuenkönig, seines Zeichens ein kleines, sprechendes Holzboot, erklärt ihm, dass die Gefahr, die von Ganondorf ausgeht, die ganze Welt betrifft und nur er nun in der Lage ist, ihn zu stoppen. Und so segelt der mutige, kleine Junge auf das offene Meer hinaus, um sich dem großen Übel zu stellen. Der Weg wird viele Herausforderungen für ihn bereithalten und nur die wenigsten werden ihm freundlich gesinnt sein. The Wind Waker erzählt die Geschichte mit Humor, aber auch der nötigen Ernsthaftigkeit. Ein echtes The Legend of Zelda eben, wie es sein muss.

Auch Wind Waker erfand die Serie nicht neu, so viel kann direkt gesagt werden. Vielmehr ist hier das Erfolgsrezept wieder neu interpretiert worden. Das wohl durchdachte Konzept wurde hier um einige zusätzliche Ansätze erweitert, die dem Ganzen den frischen Eigengeschmack verpassen. So ist hier zuallererst das maritime Gameplay zu nennen, welches das gesamte Spiel beeinflusst und auch so einzigartig in der Reihe macht.

Link kann diesmal nicht auf Epona umherreiten, um sich in Hyrule schnell von einem Ort zum anderen zu bewegen, sondern schippert auf dem Rücken des roten Leuenkönigs über die mal mehr, mal weniger gefährlichen Wellen der weiten See, um so nach und nach die Inseln abzuklappern, die das Grundgerüst der Welt darstellen.

So orientiert der kleine Held sich mit einer Seekarte, die er mit der Zeit immer mehr mit Informationen bekritzelt, um so eine gute Übersicht über die geografischen Gegebenheiten zu erlangen. Die Inseln könnten dann unterschiedlicher nicht sein.

So muss der Spieler nicht auf die Serientypischen Dungeons verzichten, auch wenn diese meist einen Bezug zu der von Wasser kontrollierten Welt haben. So lässt sich auch in Wind Waker ein brodelnder Vulkan ausmachen und auch der Deku-Baum lädt zum Gespräch ein.

Die enorme Größe des Meeres und die vielen verstickten Inseln, beziehungsweise die Zeit- und Tagesabhängigen Ereignisse, erhöhen den Explorationsfaktor um ein vielfaches. Zudem macht es enormen Spaß, mit dem kleinen Boot über die Wellen zu reiten und auf hohen See gegen Riesenkraken und andere Ungetüme zu kämpfen. Hier hat Nintendo es durchaus geschafft, ein echtes Seefahrtsabenteuer zu kreieren.

Um seine Aufgabe erfolgreich absolvieren zu können, muss Link in der Welt nach wichtigen Gegenständen suchen, die er dann in Themenbezogenen Dungeons finden kann. Diese funktionieren nach dem altbewährten Zelda-Prinzip: Zu Beginn sind nur wenige Bereiche zugänglich, die es mit Kämpfen und Rätseln zu überwinden gilt, um dann nach und nach weitere Räume öffnen zu können, in denen dann der Schlüssel für den Bossraum zu finden ist. Diese verlangen dann eine meist auf die neueste Errungenschaft zugeschnittene Taktik.

Links Abenteuer beläuft sich jedoch nicht nur auf eine stringente  Aneinanderreihung von Dungeons und Bossen, vor denen er stets ein Briefing vom Leuenkönig erhält. Mit der Zeit erhält er weitere Ausrüstungsgegenstände, die ihm dann auch versteckte Bereiche in bereits bereisten Gebieten zugänglich machen.

Hier findet er neben Rubinen, der hiesigen Währung, auch Herzteile – für mehr Lebensenergie – und Seekarten. Diese zeigen kleine Ausschnitte einer Insel und markieren eine Stelle, an der ein besonders wertvoller Schatz zu finden ist. Mit der Wurfkralle, mit der er sich zudem über Abhänge schwingen kann, werden diese dann aus den Tiefen des Meeres gefischt.

Um bei dieser Vielfalt nicht zu schnell den Kopf zu verlieren, kann sich Link mit Schwert und Schild stets zur Wehr setzen. Das Kampfsystem ist dabei recht einfach gehalten. So kann Link vertikale und horizontale Hiebe ausführen, mit dem Schwert zustechen, den berühmten Wirbelangriff ausführen oder auch kontern. In Kombination mit den Ausrüstungsgegenständen, wie dem Bumerang oder auch den Bomben, entsteht so ein spannendes und vor allem forderndes Spielerlebnis, insofern der neue Helden-Modus ausgewählt wurde.

In der früheren Zeit wurde oft der eher niedrige Schwierigkeitsgrad der neueren Zelda-Titel bemängelt. Um dieser Kritik entgegenzuwirken wurde kurzerhand der genannte Modus eingeführt. In diesem hauen Gegner wesentlich härter zu und außerdem lassen sich in der Spielwelt keine kleinen Herzen finden, die für die Regeneration benötigt werden.  Lediglich Tränke, die in gefundenen Flaschen mitgeführt werden können, oder auch die obligatorische Fee sind auffindbar. Dies zwingt den Spieler dazu, vor der Abreise stets das Inventar im Auge zu behalten, damit der Game Over Screen nicht allzu schnell aufblinkt.

Auch die eintönige und repetitive Sammelei der Triforce-Teile wurde verbessert. So lassen sich diese jetzt nicht mehr ganz so einfach finden und bedürfen einer gewissen Hartnäckigkeit. Unter anderem müssen so Kampfherausforderungen über mehrere Ebenen überstanden werden, ehe man den wertvollen Splitter in Händen hält.

Die Adaption auf die Wii U hat neben den kleinen Verbesserungen und der wesentlich ansehnlicheren Optik aber auch noch weitere Vorteile mit sich gebracht. So kann das gesamte Spiel wahlweise auch bequem auf dem Gamepad gespielt werden. Nutzt man lieber den TV, so kann man ohne lästige Pausen sein Inventar sortieren, während der rote Leuenkönig zum Beispiel über die Wellen zur nächsten Insel schippert. Im Kampf kann hierdurch eine gewisse Hektik entstehen, uns hat jedoch die Flexibilität enorm gefallen.

Insgesamt ist Wind Waker HD ein rundes Spiel, mit vielen Neuerungen, wie zum Beispiel die Miiverse-Anbindung via Flaschenpost, welches mit dem zeitlosen Zelda-Gameplay und den neuen Möglichkeiten des Wii U Gamepads absolut überzeugen kann und wie für die neue Hardware designed wirkt!

Aber wie ist es um die Technik gestellt? Wie groß ist der Unterschied zwischen der Gamecube- und der WiiU-Version? Um es kurz zu machen: Enorm! Minute für Minute waren wir begeisterter von dem technischen Fortschritt der neuen Version. Hochauflösende Charaktere und Monster, wunderschöne Effekte und eine enorme Weitsicht, die nicht wie beim Original in eine verwaschene, niedrigstufige Detailvariante wechselt, sind nur die größten Pluspunkte der neuen Version. Es macht einfach Spaß, größere und auch kleinere Inseln als schemenhafte Strukturen am Horizont ausmachen zu können, lange bevor man bei ihnen ankommt. Dank dieser neuen Qualitätsstufe ist es auch möglich geworden, enorme Weiten visuell zu kommunizieren. Wunderbar!

Der Sound bleibt wie auch zuvor auf dem hohen Niveau der Zeldareihe, in der ohne Sprachausgabe, dafür aber mit einer starken musikalischen Note bestimmend in die richtige atmosphärische Richtung geleitet wird. Durch den Taktstock, mit dem zum Beispiel der Wind gesteuert oder auch zwischen Tag und Nacht gewechselt werden kann, wird die auditive Erfahrung zudem nicht nur im Hintergrund transportiert, sondern bildet wieder einen aktiven Part der Geschichte. Toll!

Wind Waker stimmt uns schon mal auf das neue Zelda ein, welches hoffentlich mit noch weiteren Verbesserungen daherkommt. Uns hat nur das Fehlen einer Autosave-Funktion etwas gestört, hier muss die Reihe noch nachbessern.

Der maritime Explorationsfaktor, die enorme Menge an Schatzkarten und die damit verbundenen Schätze, die vielen unterschiedlichen Events, die Tag- und Nacht und sogar Wetter- und Mondabhängig sein können und nicht zuletzt der umfangreiche Plot, der dem Spiel die ganz eigene Note verleiht, machen The Legend of Zelda: The Wind Waker auch auf der Wii U zu einem einzigartigen Erlebnis, welches durch die wunderschöne HD-isierung einfach nur hervorragend aussieht. Der Helden-Modus bietet außerdem die nötige Würze, die sonst immer gefehlt hat. Klasse, Nintendo! Jetzt noch Majoras Mask und wir sind glücklich!

Rollenspiel
Story:
9.5
+
Typische Zelda-Story mit originellen Wendungen
-
/
Grafik
9.5
+
Wunderschön restaurierte Optik
-
/
Wii U
Steuerung
10.0
+
Gamepad bringt Komfortfunktionen...
-
...aber auch Hektik
Sound
10.0
+
Orchestrale Untermalung der Extraklasse
-
/
Fakten
The Legend of Zelda: The Wind Waker ist ein überragender Titel wie eh und je, der nun dank der Restaurierung dazu noch unverschämt gut aussieht. Top!
09/2013
| Bewertung:
 
9.5
Kommentare
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